Research on primate personality and social relationships

  

Primate Personality Net - Wissenschafts-Blog und Pressemeldungen

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Ansprechpartnerin für Medienkontakte: Dr. Jana Uher  
 

Der Science Blog wird seit 2016 nur noch auf English weitergeführt.

„Persönlichkeits“-Unterschiede bei vier Affenarten im Vergleich 
„Persönlichkeits“-Unterschiede wurden mittlerweile im Verhalten vielen Arten gezeigt. Doch welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es dabei? In ihrer neue Studie stellt Jana Uher eine Forschungsmethodik vor, um „Persönlichkeits“-Unterschiede auch systematisch zwischen Arten zu vergleichen. Dazu hat sie Ansätze und Methoden der kulturvergleichenden „Persönlichkeits“-Psychologie an die Besonderheiten der artvergleichenden Forschung angepasst und weiterentwickelt. Die Anwendung dieser neuen Methoden erläutert sie am Beispiel von vier Affenarten aus drei Kontinenten: Braunen Kapuzineraffen, Mandrills, Ceylon-Hutaffen und Rhesusaffen. Die Ergebnisse zeigen: Die individuellen Unterschiede aller vier Affenarten können mit denselben „Persönlichkeits“-Merkmalen beschrieben werden. Dieser Befund ermöglicht systematische Vergleiche, bei denen auch einige Artunterschiede zutage traten. 
[Press release] (20.06.2015)

„Persönlichkeits“-Unterschiede, aber keine Geschlechtsunterschiede 
im Verhalten von vier Affenarten aus drei Kontinenten

Rein optisch unterscheiden sich die Geschlechter bei vielen Tierarten. Männliche Individuen sind oft größer und körperlich stärker als weibliche Individuen. Doch Geschlechtsunterschiede im Kmüssen nicht mit Geschlechtsunterschieden im Verhalten einhergehen wie eine neue Studie an Braunen Kapuzineraffen, Mandrills, Ceylon-Hutaffen und Rhesusaffen zeigt. Vielmehr gab es im Verhalten jeder dieser vier Affenarten stabile individuelle Unterschiede, also „Persönlichkeits“-Unterschiede. Doch Geschlechtsunterschiede fehlten weitgehend. Diese Befunde werfen ein neues Licht auf die Annahme vieler Evolutionspsychologen, Geschlechtsunterschiede im menschlichen Verhalten ergäben sich zwangsläufig durch körperliche Unterschiede zwischen Mann und Frau und seien daher ein natürliches Erbe unserer Evolution.
[Press release] (18.06.2015)

Was ist "Persönlichkeit"?
Wohl kaum etwas ist so zentral im Leben jedes Einzelnen wie die „Persönlichkeit“. 
Sie ist bei jedem Individuum einzigartig und unverwechselbar. Doch was ist das eigentlich, was wir als „Persönlichkeit“ bezeichnen? Und warum gibt es so viele verschiedene Definitionen? Diesen Fragen ist Jana Uher nachgegangen. In einer umfassenden Trilogie an Forschungsartikeln hat sie die Meta-Theorien – also die „Theorien hinter den Theorien“ – untersucht, die Wissenschaftler über Individuen und „Persönlichkeit“ entwickelt haben. Diese Perspektive wirft ein neues Licht auf die vielen existierenden Definitionen von „Persönlichkeit“ und deckt Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf.
[Pressemeldung] (17.10.2014)

Die menschliche "Persönlichkeits-Brille" - Warum wir uns Eindrücke von Individuen bilden. Neue Erkenntnisse über eine einzigartig menschliche Fähigkeit.
Sich schnell einen Eindruck von der "Persönlichkeit" anderer Individuen machen zu können - das ist vermutlich eine einzigartig menschliche Fähigkeit. Eine 3-jährige artübergreifende Studie über 104 Javaneraffen und 99 menschliche Beobachter dieser Affen hat diese faszinierende menschliche Fähigkeit näher untersucht. Sie zeigt systematisch auf, wie in unserem Alltagswissen verankerte, zum Teil stereotype Vorstellungen über Alters-, Status- und Geschlechtsunterschiede Beurteilungen über Individuen beeinflussen. Diese intuitiven Vorstellungen wirken wie eine Brille, durch die wir uns einen Eindruck von der "Persönlichkeit" anderer Individuen machen. Sie beeinflussen sogar, wie wir Individuen anderer Arten beurteilen! Diese Studie deckt zutiefst menschliche Fehler auf, die uns dadurch bei der Eindrucksbildung mitunter passieren. Doch ungeachtet von Ungenauigkeiten und Fehlern hatte die Fähigkeit, sich schnell einen Eindruck von fremden Individuen zu bilden, vermutlich eine herausragende Bedeutung in der Evolution des Menschen: Sie ermöglichte unseren Vorfahren, mit Individuen aus fremden Kulturen Handel zu treiben und war eine entscheidende Voraussetzung für die Domestikation von Tieren. Eine spannende Studie über Menschen und Affen aus verschiedenen Kontinenten. 
[Pressemeldung]
(19.02.2014)

Geschlechtsunterschiede - keineswegs so universell wie bisher gedacht 
Wie bei vielen anderen Arten auch, sind bei Kapuzineraffen die Männchen größer als die Weibchen. Verhalten sich Kapuzineraffenmännchen auch draufgängerischer, neugieriger und weniger ängstlich als Weibchen? Weit gefehlt. Eine neue Studie zeigt, dass im Verhalten von Kapuzineraffen Geschlechtsunterschiede weitgehend fehlen. Diese neuen Ergebnisse werfen ein ganz neues Licht auf eine uralte Frage. 
[Pressemeldung] (14.02.2014)

Wenn Biologen und Psychologen aneinander vorbeireden
Missverständnisse in der Kommunikation sind alltäglich – auch in der Wissenschaft. Eine neue Studie erforschte die „Theorien hinter den Theorien“ über "Persönlichkeit" und individuelle Unterschiede und enthüllte dabei fundamentale Missverständnisse zwischen Biologen und Psychologen. Diese Missverständnisse behindern nicht nur die fächerübergreifende Forschung, sie können auch die Entwicklung von Theorien in die Irre leiten. Eine allzu alltägliche Geschichte über die Rolle unserer Sprache beim Verstehen und Missverstehen in der Kommunikation – auch in der Wissenschaft.
[Pressemeldung] (02.02.2014)

Keiner wie der Andere - "Persönlichkeitsunterschiede" bei Großen Menschenaffen
Große Menschenaffen sind die nächsten lebenden Verwandten des Menschen. Ihre geistigen Fähigkeiten werden seit langem untersucht und mit denen des Menschen verglichen. Doch die ausgeprägte Individualität von Menschenaffen wurde lange Zeit von der Forschung ignoriert und als reine Vermenschlichung abgetan. Jana Uher hat am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig neue Methodiken und Forschungsansätze entwickelt, um die ausgeprägten individuellen Unterschiede bei Großen Menschenaffen wissenschaftlich zu untersuchen. Ihre umfassenden Studien im Zoo Leipzig weisen systematisch individual-spezifische Besonderheiten - d.h. "Persönlichkeitsunterschiede" - im Verhalten Großer Menschenaffen nach.
[Pressemeldung] (14.09.2013)